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Grundschule Mossautal
Ortsteil Hüttenthal
Güttersbacher Straße 2
64756 Mossautal

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Fax 06062-26632-20

Wir sind Mitglied im Grundschulverband


Aktionstag „HÖREN“ an der Grundschule Mossautal

„GANZ OHR“ waren alle Kinder und Lehrerinnen an unserem gemeinsamen Aktionstag „HÖREN“. Angeregt durch eine Fortbildung „Rund um’s Hören“ zu unserem Schwerpunkt „Musikalische Grundschule“ an einen Pädagogischen Tag mit Vorstellung des Hörclub-Konzepts und der Hörkiste durch Volker Bernius vom hr2, gab es an unserer Grundschule zum ersten Mal einen „Aktionstag Hören“.
Die Kinder aller Klassen konnten sich in fünf verschiedene Hörprojekte einwählen. Bunt gemischte Gruppen bildeten sich und machten sich an diesem Tag auf den Weg „GANZ OHR“ zu sein. Bevor es in den einzelnen Projektgruppen losging, starteten wir gemeinsam mit dem Lied „Let’s keep fit“ schwungvoll in den Morgen.
In allen Gruppen waren die Kinder mit viel Freude, Konzentration und Eifer dabei, so dass die Zeit wie im Fluge verging.

Hörprojekt: „Der Geist von Canderville“ (Marlies Voigt)
Alle die Lust auf eine Gespenstergeschichte und aufs Gruseln hatten, waren zu diesem Projekt eingeladen. Es ging um die Geschichte des Gespenstes von Canterville. Das Gespenst war natürlich in einem Schloss in England beheimatet. Wenn eine Familie mit vier Kindern aus Amerika in diese Schloss einzieht, kann man sich vorstellen, dass es da viel Turbulentes geben musste.
19 Kinder aus allen Klassen versammelten sich im Klassenraum der 4b. Alle suchten sich mit Isomatten, Decken und Kopfkissen einen Platz im Raum, teilweise auch unter den Tischen.
Gespannt lauschten die Kinder der Geschichte von der CD, mit vielen gruseligen Situationen und auch einigen lustigen Szenen. Danach ließ Frau Voigt die Kinder ihre mitgebrachten Gegenstände auspacken, mit denen man gruselige Geräusche erzeugen kann. Diese kamen zum Einsatz als Frau Voigt eine Episode aus der Geschichte vorlas. Die Kinder belebten die Szene mit Kettengerassel, Donnerschlag, Windrauschen und mit allem was sonst noch Spannung oder Gruseln verursachte.

Hörprojekt: „Der Zauber der Schildkröte“ (Silke Lenz)
Bepackt mit Kuschelkissen und –decke, Schere, Mäppchen und Malkittel ging es ins Klassenzimmer der 2a. Zum Einstimmen auf‘s Zuhören gab es eine Ohrenmassage und wir erinnerten uns, welche Geräusche heute morgen schon an unsere Ohren gedrungen sind. Nach einem afrikanischen Begrüßungslied machten es sich alle bequem und waren bereit für das Hörspiel „Der Zauber der Schildkröte“ oder „Wie die Tiere zu ihren Farben kamen“ von Gcina Mhlophe, die als Tochter einer Xhosa-Mutter und eines Zulu-Vaters 1958 geboren wurde. Gespannt lauschten die Kinder der 1. bis 4. Klasse dem Märchen voller Magie, Zauber und afrikanischen Klängen.
Es war einmal in Afrika … als alle Tiere noch dieselbe stumpfbraune Farbe hatten, lebte im Urwald die Schildkröte Fudukazi. Einmal befreite eine Leopardin sie aus einer sehr misslichen Lage, zum Dank zauberte Fudukazi ihr ein wunderschönes Fell. Das sprach sich schnell herum, auch die Giraffe, das Zebra, die Python, der Pfau und der Löwe wollten schöne Farben. Nur die Hyäne spottete. »Make him ugly« sang Fudukazi – und so geschah es.
Passagen in den Sprachen Englisch, Zulu und Xhosa sind im Hörspiel eingeblendet. Stimmen und Sprachen, die ausdrucksvollen Klick- und Zischlaute der Xhosa, konnten die Kinder nach kurzer Zeit bereits nachahmen.
Anschließend bastelten wir Stabpuppen zu den Figuren der Geschichte: die Schildkröte Fudukazi, die Leopardin, den „Giraff“, das Zebra, Schmetterlinge, eine Schnecke, einen Papagei, Eisbären, ein Löwe, und natürlich Haina, die Hyäne. Mit Zauberkreide verwandelten die Kinder die stumpfbraunen Tiere in bunte, zauberhafte und wunderschöne Geschöpfe.

Hörprojekt: „Die Geschichte vom kleinen Maulwurf“ (Lindruth Laux)
Das schöne Bilderbuch „Vom Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ von Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch war Grundlage dieses Hörprojektes. Als Einstieg in diesen Projekttag standen Spiele, bei denen es auf genaues Zuhören ankommt, wie „Stille Post“ und „Hänschen piep einmal“.
Danach wurde das Bilderbuch vom Maulwurf vorgelesen und als Hörspiel einer dritten Klasse angehört, denn die Kinder wandelten das Buch nun selbst in ein Hörspiel und Stabfigurenspiel um. Dazu wurde zunächst eine Liste mit Geräuschen zusammengestellt und diese natürlich auch selbst erzeugt. Die Kinder bastelten auch Stabpuppen und die verschiedenen Rollen für ein Stabfigurenspiel wurden verteilt, denn man brauchte Ansager und Erzähler aber auch Tiere wie Maulwurf, Hase, Pferd und natürlich den Metzgerhund Hans-Heinerich.
Außerdem wurde die Eingangsmelodie zum Stabfigurenspiel mit Schlaginstrumenten begleitet. Das Eingangslied sowie die ganzen Geräusche wurden mit Hilfe von Herrn Schick aufgenommen, so dass man sie sich jederzeit wieder anhören und weiter verwenden kann.

Hörprojekt: „Dagobert Dünkelstein, der Detektiv“ (Linda Blumentritt)
Beim diesem Hörprojekt ging es zu Beginn erst einmal darum, Dagobert Dünkelstein kennen zu lernen. Er hat besondere Merkmale, wie zwei verschiedene Socken, eine schiefe Krawatte, immer eine geladene Wasserpistole und er kann seine Pantoffeln nie finden. Dazu haben wir das Lied von Dagobert Dünkelstein gesunden und gemalt. Anschließend haben wir eine Personenbeschreibung über ihn erstellt und waren dann bereit für unseren ersten Fall: Wir haben nur mit unseren Ohren das Geheimnis der schwarzen Kassette gelöst, auf der unbekannte Täter aus versehen bei ihrer Tat alle Geräusche bis zum Tatort aufgenommen hatten. Auf diese Kassette hat sich Dagobert Dünkelstein durch Zufall gesetzt. Wir haben dann alle Geräusche auf der Kassette gehört und entschlüsselt, an welchen Orten sie aufgenommen wurden. So konnten wir mit Dagobert Dünkelstein den Hörweg der Täter verfolgen und kamen um drei vor acht, wie abgemacht, am Tatort an, an dem eine Bombe versteckt war. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei der Bombe um einen großen gelben Wecker handelte, der auf der Geburtstagstorte von Dagobert Dünkelstein tickte, den er ganz vergessen hatte! Er löschte alle Kerzen mit seiner Wasserpistole und war erleichtert, dass es gar keine Bombe gab!

Hörprojekt: „Ein Fall für zwei Schlitzohren“ (Petra Appel)
Wer Krimis mag und dabei auch noch gerne Theater spielt, der war beim Projekt der Schlitzohren richtig. Die Kriminalgeschichten rund um den Detektiv Johnny Lebold und dem Mädchen Hannah, den beiden „Schlitzohren“, sind richtig spannend und ließen auch uns zu Detektiven werden. Wir mussten den beiden schließlich helfen, einen Fall zu lösen. So machte es sich eine bunt gemischte Gruppe mit Kindern aus allen Klassen im Saal der Klasse 4a mit Decken und Kissen gemütlich. Mit einer Ohrenmassage und dem Erraten von „Ohrenspitzer-Geräuschen“ stimmten wir uns auf das genaue Hinhören ein. Gemeinsam hörten wir dann den Hörkrimi „Gute Nachbarn“. Ein alter, blinder Mann, der gerade seine Lieblingsmusik hörte, wurde in seiner Wohnung überfallen, niedergeschlagen und beraubt. Hannah und der Detektiv Lebold fanden den alten Mann und die Suche nach dem Täter begann. Verschiedene Personen machten sich sehr verdächtig. Doch wer war es? Gemeinsam lösten auch wir den Fall und kamen der Täterin schnell auf die Schliche. Mit viel schauspielerischem Geschick, Eifer und tollen, gemeinsam entwickelten Ideen, spielten wir den Krimi schließlich nach. Um unser kleines Theaterstück zu untermalen, überlegten wir verschiedene Geräusche und eine für einen Krimi typische Anfangsmelodie.

Meditation Monika Braun)
Als „Zwischenstation und Ruheinsel“ bei den Hörprojekten wurde im Saal der Klasse 3a eine Meditation mit leiser Musik angeboten. Frau Braun nahm alle mit auf eine Reise ins Haus der Stille. Die Meditation bei Frau Braun war eine entspannende Abwechslung. Es war einmal wieder mehr zu entdecken, dass Kindern Momente der Ruhe sehr gut tun und sie diese richtig genießen und schätzen können. Danach konnten die Kinder ausgeruht weiter arbeiten.

Am Ende des 1. Aktionstags Hören trafen sich die Kinder aller Projektgruppen wieder in der Aula ein. Dort stellte nun jede Gruppe ihre Ergebnisse und Erlebnisse des Aktionstages vor. Es wurde ein abwechslungsreiches Programm. Sich anderen zu präsentierten und Erarbeitetes vorzustellen ist eine ganz wichtige Schlüsselqualifikation, die bei uns immer wieder in der Aula im Vordergrund steht.

Das Programm in der Aula startete mit dem „Geist von Canderville“. Die Projektgruppe von Frau Voigt führte hier bei der Präsentation vor, was sie gemeinsam erarbeitet hatte. Ein Teil der Geschichte vom Geist von Canderville wurde vorgelesen und mit Geräuschen untermalt. Die Kinder und Frau Voigt hatten hierzu die verschiedensten Dinge mitgebracht. Besonders toll waren die rasselnden Ketten.
Die Projektgruppe der „Schildkröten“ von Frau Lenz zeigte bravourös und mit viel Improvisation mit den Stabpuppen eine Kurzfassung des Märchens. Eine wichtige Rolle spielte dabei das Lied Fudukazis „Bitte, bitte mach sie schön, denn sie ist so nett“, das die Kinder bei jeder Verwandlung eines Tieres in eine strahlende Schönheit sangen. Stolz nahmen die Kinder der Projektgruppe mit ihren Kunstwerken Platz und lauschten den anderen Präsentationen.
„Der kleine Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ wurde von der Projektgruppe um Frau Laux mit einem Stabfigurenspiel mit musikalischer Untermalung aufgeführt. Die Geschichte des Buches wurde hier mit vollem Eifer vorgelesen und mit Hilfe der gebastelten Figuren nachgespielt. Gut, dass der Maulwurf dann am Ende wusste, dass ihm der Metzgerhund Hans-Heinerich auf den Kopf gemacht hat und nicht etwa die Kuh.
Die Kinder, die in ihrem Projekt mit Frau Blumentritt den Detektiv Dagobert Dünkelstein kennen gelernt hatten, stellten diesen nun allen in der Aula vor. Gemalte Bilder zeigten uns den etwas eigenwilligen Detektiven mit der Wasserpistole und der schiefen Krawatte. Die Kinder erzählten uns, was es mit dem Geheimnis der schwarzen Kassette auf sich hatte.
Zum Abschluss des Programms in der Aula spielte die Projektgruppe von Frau Appel den Krimi „Gute Nachbarn“ pantomimisch nach. Eingeleitet mit einer kurzen „Krimi-Melodie“ wurde das kleine Theaterspiel mit den verschiedensten Geräuschen, mit Instrumenten und Melodien untermalt. Der Krimi, in dem nicht gesprochen wurde, wurde dann noch kurz von Kindern der Gruppe erzählt.
Alle schauten und hörten vor allem gespannt den anderen bei den Vorführungen in der Aula zu. Es war ein toller Tag rund ums HÖREN. Ein Aktionstag, den es öfter geben sollte – diese Meinung hörten wir von vielen Kindern.
Also wird auf den 1. Aktionstag HÖREN im nächsten Jahr der 2. Aktionstag HÖREN folgen.

Petra Appel

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