Das Känguru der Mathematik an der Grundschule Mossautal

In unserem gemeinsamen Wochenanfangskreis in der Aula stand in der vergangenen Woche das Känguru der Mathematik im Mittelpunkt.
In diesem Schuljahr haben zum zweiten Mal alle Kinder der dritten und vierten Klasse an dem besonderen Mathematikwettbewerb teilgenommen. Im Jahre 2010 beteiligten wir uns erstmals mit allen Dritt- und Viertklässler an diesem weltweiten Wettbewerb.
Was hat es mit diesem Känguru der Mathematik nun eigentlich auf sich?
Die Idee für diesen Multiple-Choice-Wettbewerb stammt aus Australien (1978) und wurde von zwei französischen Mathematiklehrern nach Frankreich geholt. Zu Ehren der australischen Erfinder wurde er „Kangourou des Mathematiques“ (Känguru der Mathematik) genannt. Immer mehr europäische Länder wurden für eine Teilnahme gewonnen, und so wurde 1994 der internationale Verein „Kangourou sans frontieres“ (Känguru ohne Grenzen) mit Sitz in Paris gegründet. Für Deutschland ist der Berliner Verein „Mathematikwettbewerb Känguru e.V.“ zuständig. Die Aufgaben sind in allen teilnehmenden Ländern im Wesentlichen gleich und werden überall am selben Tag bearbeitet. Der internationale Känguru-Tag für begeisterte Mathematiker von Klassenstufe 3-13 ist jedes Jahr traditionell der 3. Donnerstag im März. Dieses Jahr war dies der Donnerstag, der 17. März. Wohin wir blicken, überall treffen wir auf Fragen und Probleme zu deren Formulierung und Lösung Mathematik gebraucht wird. Mathematik umgibt uns in unterschiedlicher Gewandung ständig. Logisches Denken, Strukturieren, das Bilden von Begriffen, Definieren, Kombinieren, geometrisches Vorstellungsvermögen, Schätzen – all dies wird im Mathematikunterricht in besonderem Maße geübt.
Auf dem Weg zu einem immer stärker kompetenzorientierten Mathematikunterricht, sind dieser Wettbewerb und die darin verpackten Aufgaben inzwischen ein fester Bestandteil unseres Unterrichts.
Der Känguru Mathematikwettbewerb beinhaltet 24 vielfältige Aufgaben mit steigender Schwierigkeit zum Knobeln, Grübeln, Rechnen und Schätzen. Zu den Aufgaben gibt es jeweils 5 Lösungen zur Auswahl, von denen nur eine Antwort richtig ist. Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass für einen Teil der Lösungen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichen, bei einem weiteren Teil ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und der kreative Umgang damit benötigt werden; hinzu kommen eine Reihe von Aufgaben, die mit etwas Pfiffigkeit oder gesundem Menschenverstand zu bewältigen sind und die sich sehr gut eignen, mathematische Arbeitsweisen – unterhaltsam – zu trainieren. So war in diesem Jahr beispielsweise herauszufinden, wohin Bert auf dem Schulhof hüpft, wie ein Würfelpodest von hinten aussieht, wie viele Haselnüsse Hamster Hannibal sammelt und wie weit es der Bote Agnus bis zur G-Burg hat.
Der Wettbewerb „boomt“, sicherlich weil so viele Schüler daran richtig Spaß haben. In Deutschland nahmen im ersten Jahr 1995 knapp 200 Schülerinnen und Schüler am Känguru-Wettbewerb teil und im Jahr 2008, dem „Jahr der Mathematik“, waren es beachtliche 768.000 und in diesem Jahr bereits 800.000 aus 9.000 Schulen!!! Und wir waren eine davon!
Vor allem aber soll Freude an der Beschäftigung mit Mathematik geweckt werden – und dass dies gelungen ist, konnte man am Montag in der Aula beobachten. So ist dieser Wettbewerb ein Wettstreit, bei dem es nur Gewinner gibt, denn jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde mit den erreichten Punktzahlen und einen Erinnerungspreis. An jeder Schule erhält der Teilnehmer mit dem weitesten Kängurusprung, d.h. wer die meisten Aufgaben in Folge richtig gelöst hat, ein T-Shirt. Außerdem gibt es besondere Preise für Teilnehmer, die sehr viele Punkte erzielt haben. Alle haben ihr Bestes gegeben und so sind tolle Ergebnisse herausgekommen und viele Punkte wurden gesammelt. Blanka aus der Klasse 3a erhielt mit 80 Punkten als 2. Preis ein Buchgeschenk. Mit 103,75 Punkten sammelte Florian aus der Klasse 4a mit Abstand die meisten Punkte und erhielt hierfür einen Experimentierkasten. Er verdiente sich auch das tolle T-Shirt für den größten Kängurusprung, denn er hatte sensationelle 20 von 24 Aufgaben hintereinander richtig gerechnet.
So zeigen die Ergebnisse dieses Jahr deutlich, dass wir auf einem guten Weg sind hier in der Grundschule Mossautal und sich die Kinder toll verbesserten.

Petra Appel

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