Wieder „Leben“ in der Grundschule

Die Sommerferien sind vorbei und die Grundschule Mossautal füllte sich am Montag, den 08. August 2011 durch die Klassen 2a, 3a und 4a wieder mit Leben. Lachende, sich von den Ferien erzählende und sich endlich wieder sehende, spielende Kinder sind nun wieder im Schulhaus und auf dem Schulgelände, wo in den Ferien nur die Schulleiterin, Frau Albrecht, Frau Duschanek und Herr Schick ein und aus gingen.
Nachdem zunächst alle Kinder voll bepackt mit neuen Schulmaterialien und großen Tüten in ihre Klassenräume einzogen, versammelten sie sich um 9.00 Uhr gemeinsam mit den Lehrerinnen und einigen Eltern in der Aula, um das neue Schuljahr mit einem Gottesdienst zu beginnen, wie es seit Jahren schon Tradition ist.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Rektorin Monika Braun begann der Gottesdienst mit dem Lied „Danke, für diesen guten Morgen“. Herr Pfarrer Fetzer hatte das Schwein Karl-Wilhelm mitgebracht, das einzige Schwein, das reden kann und dem im Schulanfangsgottesdienst später noch eine wichtige Rolle zukam.
Zunächst erzählte er die Geschichte vom Vater, der zwei ganz unterschiedliche Söhne hatte (Bezug zum Bibeltext: Der verlorene Sohn). Einer der Söhne war immer zu Hause, half seinem Vater und war sehr lieb. Der jüngere Sohn wollte die Welt entdecken, ging fort von zu Hause und gab sein gesamtes Geld, das er vom Vater erhalten hatte, aus. Eines Tages kehrte dieser Sohn wieder zurück. Er machte sich große Sorgen, wie sein Vater wohl reagieren möge. Der Vater sah seinen Sohn schon von Weitem kommen und freute sich sehr über dessen Heimkehr und feierte ein großes Fest. Der ältere Sohn empfand dies als ungerecht, wo er doch immer zu Hause war und den Vater täglich unterstützt hatte. Aber der Vater erklärte ihm, dass er dies Fest feiere, weil er sich so sehr über das freue, was er nun endlich wiederhabe, nämlich seinen verloren geglaubten Sohn. „Jeder Einzelne ist wunderbar“, so Pfarrer Fetzers Botschaft an die Kinder. Daraufhin sangen wir das Lied „Laudato si“, in dem wir Gott für die Schöpfung dankten, denn auch sie ist wunderbar. Dann erzählte Pfarrer Fetzer für das Schwein Karl-Wilhelm, das an diesem Morgen ein wenig schüchtern war und sich nicht so recht traute, was Karl-Wilhelm einmal passierte. Das kleine Schwein war unterwegs im Wald, legte sich ein wenig hin und schlief ein. Als es wieder erwachte, wusste es nicht mehr, wo es war. Karl-Wilhelm fragte alle Tiere, die er traf, wie er wieder nach Hause kommen könne. Aber diese konnten ihm nicht helfen. Verzweifelt rief er laut nach seinen Eltern, bekam allerdings keine Antwort und auch sein „Schweine-Handy“ hatte im Wald keinen Empfang. Karl-Wilhelm bekam immer mehr Angst, bis eine Stimme zu ihm sprach, er solle es doch anders versuchen. Er solle ihn, Gott, bitten und beten. Und so verschränkte Karl-Wilhelm seine Schweinepfoten. Er betete und schlief darüber ein. Auf einmal spürte er, dass ihn jemand kraulte und erblickte seine Eltern, als er die Augen aufschlug. Auch sie hatten Karl-Wilhelm überall gesucht und, als sie nicht mehr ein noch aus wussten, gebetet. In Zukunft wollen das Karl-Wilhelm und seine Eltern immer so machen – sie wollen sich an Gott wenden und beten, wenn sie in Not sind.
Anschließend beteten auch wir alle das „Vater unser“ und als Schlusslied sangen wird gemeinsam „Gott geht mit, wohin wir auch geh’n“. Mit dem Segen für alle endete der diesjährige Gottesdienst zum Schulanfang, den Pfarrer Fetzer trotz Urlaub für uns hielt. DANKE!

Petra Appel

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