Aktionstag „HÖREN“ an der Grundschule Mossautal

„GANZ OHR“ waren alle Kinder und Lehrerinnen an unserem zweiten Aktionstag HÖREN. „Zuhören macht Spaß!“ Deshalb ist in diesem Schuljahr der Aktionstag HÖREN wieder ein Punkt in dem Aktionsplan unserer Musikalischen Grundschule. Und gekonntes Zuhören ist wichtig!
„Das gekonnte Hören und Zuhören - eine Schlüsselqualifikation, die überall gebraucht wird. Lernerfolge hängen davon ab, ob akustische Informationen erfolgreich aufgenommen und verarbeitet werden können. Ein achtsamer Umgang mit den Mitmenschen ist nur dem möglich, der ein Ohr für die Anderen hat. Und wer die Welt nicht nur sehend erfährt, sondern auch hörend, der erlebt mehr.“(Stiftung Zuhören)
Fünf unterschiedliche Projekte wurden den Kindern angeboten, in die sie sich jahrgangsübergreifend einwählen konnten. Bunt gemischte Gruppen bildeten sich und machten sich an diesem Tag auf den Weg „GANZ OHR“ zu sein.
Bevor es in den einzelnen Projektgruppen losging, starteten wir gemeinsam mit einer schwungvollen Melodie in den Morgen, zu dem sich alle Kinder rhythmisch in der Aula bewegten und sich auf unterschiedlichste Weise nonverbal begrüßten (zublinzeln, zuwinken, die Hand geben, mit dem kleinen Finger begrüßen usw.).
Danach begannen die Projekte und der Tag verging für alle viel zu schnell.
Folgende Projekte gab es an unserem Aktionstag:
Projekt: R.U.D.I der Held (Marlies Voigt)
Zu Beginn dieses Projektes hörten die Kinder ein Feature, das Frau Voigt über einen Teil des Buches mit einer ihrer ehemaligen Klassen aufgenommen hatte. Bei einem Feature wird der Inhalt eines Buches bearbeitet. Es ist eine Tonaufnahme mit Zusatztexten und Geräuschen, die den Inhalt nicht verändern, sondern erweitern und untermalen.
Nach diesem interessanten Hörerlebnis las Frau Voigt die Folgekapitel des Buches, Autoren: Gerit Kopietz und Jörg Sommer, vor.
Ein Kapitel wurde dann gemeinsam bearbeitet.
Die Gruppe überlegte, welche Geräusche in der Geschichte vorkommen und wie sie erzeugt werden können.
Die Kinder hatten hierfür Gegenstände mitgebracht und sogar Tonaufnahmen gemacht. Nachdem alle Geräuschquellen an die Kinder verteilt worden waren, las Frau Voigt den Teil der Geschichte vor, der vertont werden sollte und die Kinder untermalten den Text mit ihren Geräuschen.
Das war dann auch gleich die Generalprobe dieses Projektes, das zum Abschluss des Tages allen Kindern präsentiert wurde.

Projekt : Der Grüffelo (Elisabeth Eitenmüller)
Das Projekt wurde von Silke Lenz vorbereitet und angeboten. Da sie aber am Hörtag erkrankt war, übernahm Elisabeth Eitenmüller spontan und dankenswerter Weise die Gruppe.
Die Einladung lautete: Wir sind rund um die Geschichte vom Grüffelo kreativ: Hören die Story, singen den Grüffelo-Song, spielen dazu und vieles mehr. Der große Wald ist voller Gefahren. Da ist es gut, wenn man einen starken Freund hat. Und wenn man keinen hat, muss man einen erfinden. Die kleine Maus droht jedem, der sie fressen will, mit dem schrecklichen Grüffelo. Dabei gibt's Grüffelos gar nicht, oder doch?
Plötzlich taucht er wirklich auf, und sein Lieblingsschmaus ist Butterbrot mit kleiner Maus. Aber was eine clevere Maus ist, die lehrt auch einen Grüffelo das Fürchten.
Mit Stabfiguren stellten die Kinder in der Präsentation in der Aula die Geschichte eindrucksvoll dar, während Elisabeth Eitenmüller dazu die Geschichte vorlas.

Projekt: Die Königin der Farben (Jackie Beck)
In diesem Projekt ging es ganz bunt zu, denn das Buch „Die Königin der Farben“ wurde vorgestellt und vorgelesen.
Den einzelnen Farben wurden Gefühle zugeordnet. Dann überlegten sich die Kinder, mit welchem Musikinstrument man die einzelnen Farben/Gefühle darstellen könnte und probierten es aus. Emma spielte die Königin und Stefanos war der Vorleser. Die übrigen Kinder stellten mit Farbtüchern die Farben blau, rot und gelb dar und spielten die jeweiligen Instrumente dazu. Die Farbe grau wurde von allen Instrumenten gemeinsam als Mischklang dargestellt.
Die einstudierte Aufführung wurde auch am Ende des Tages in der Aula szenisch präsentiert.

Projekt: Krimis zum Mitraten und Spielen - „Ein Fall für zwei Schlitzohren“ (Petra Appel)
Rund um den Detektiv Johnny Lebold und Hannah gibt es viele richtig spannende Kriminalgeschichten, die auch die Kinder dieser Projektgruppe zu Detektiven werden ließen. Denn sie müssen den beiden helfen, die Fälle zu lösen und die Täter zu finden. Außerdem wurde ein Krimi pantomimisch nachgespielt und mit Geräuschen hinterlegt.
Bei der Präsentation mussten alle Kinder sehr aufpassen, um den Fall lösen zu können, was aber gelang!

Projekt: Hörspaziergang (Lindruth Laux)
Ein Hörspaziergang soll sensibel machen für das Hören von Geräuschen in der Umwelt. Sichtbares ist nebensächlich und wird gezielt ausgeblendet durch das Verbinden der Augen, während ein Partner des Vertrauens führt.
Zu Beginn des Tages wurden verschiedene Hörübungen und Hörspiele innerhalb der Klasse durchgeführt, um sich auf das Thema einzustimmen. Dann ging es mit verbundenen Augen quer durch das Schulhaus, um mit Hilfe des führenden Partners Geräusche zu „entdecken“.
Vom Schulhaus über den Schulhof bis hoch zum Wald war die Gruppe unterwegs. Einige Geräusche wurden auch mit einem Aufnahmegerät aufgenommen, um sie als Hörrätsel bei der Präsentation vorzustellen.

Meditation (SusanneSvitak-Naas)
Als „Zwischenstation und Ruheinsel“ bei den Hörprojekten wurde von Frau Svitak-Naas im Musiksaal eine Meditation angeboten.
Die Meditation war eine entspannende Abwechslung. Es war einmal wieder mehr zu entdecken, dass Kindern Momente der Ruhe sehr gut tun und sie diese richtig genießen und schätzen können. Danach konnten die Kinder ausgeruht und entspannt weiter arbeiten. DANKE an Frau Naas für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Kinder!

Den Abschluss des Tages bildete die Präsentation der Gruppen Die Königin der Farben, Der Grüffelo und R.U.D.I der Held in der Aula.

Um alle Projektergebnisse zu würdigen und das Programm für die Kleinen nicht zu lange andauern zu lassen, präsentierten die Gruppen Hörspaziergang und Krimis zum Mitraten „Ein Fall für zwei Schlitzohren“ ihre Ergebnisse im Wochenabschlusskreis.

Sich anderen zu präsentierten und Erarbeitetes vorzustellen, ist eine ganz wichtige Schlüsselqualifikation, die bei uns immer wieder in der Aula im Vordergrund steht.

Es war ein toller Tag rund ums HÖREN. Ein Aktionstag, den es öfter geben sollte – diese Meinung hörten wir von vielen Kindern. Deshalb, und weil das Hören so wichtig ist, findet er bei uns alle zwei Jahre statt.

Lindruth Laux
Monika Braun


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