Klaviertheater SANTA

Die Mitmach-Musik-Theater-Aufführung des Klaviertheaters SANTA zum Leben und Werk des bekannten Komponisten Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart - bekannt als Wolfgang Amadeus Mozart - war ein weiteres Element unter vielen auf dem Weg der „Musikalischen Grundschule“. Begeistert verfolgten die Kinder und Lehrerinnen der Grundschule Mossautal, die zukünftigen Schulanfänger des Kindergartens Hiltersklingen mit ihrer Leiterin Frau Ihrig sowie einige Eltern den Auftritt des Klaviertheaters SANTA in der Aula der Grundschule. In der sehr kindgemäßen Vorstellung erfuhren die kleinen und großen Zuschauer viele Details aus dem Leben des Komponisten Mozart, 1756 geboren und daher gerade mal 257 Jahre alt.
Ein Piano für den mit Schößchenfrack in Pfauenoptik bekleideten Mozart (Norbert Rentsch) sowie ein prächtig bestückter Utensilientisch für die Szenen mit der Gegenspielerin (Berivan Kaya) zauberten Bühnenatmosphäre in unsere Aula.

Mozart: Wunderkind und Genie und immer „dummes Zeug“ im Kopf. Aber genau das macht ihn so liebenswert. Auch seine Schwester Nannerl liebt ihren Bruder sehr. Umso trauriger ist sie, als sie nicht mehr auf Konzertreisen mitkommen darf – wie es früher immer war. Wir schreiben das Jahr 1778. Der 22-jährige Mozart befindet sich auf einer anstrengenden Reise nach Paris. Halt macht er bei der Familie Weber in Mannheim, deren Töchter Aloysia und Constanze er hierbei kennenlernt. Eigentlich würde er gerne mit der Familie nach Italien reisen. Sein Vater erlaubt ihm dies jedoch nicht. Er soll in Paris bei Hofe eine Anstellung als Musiker finden. Dies gelingt nicht. Er gewinnt allerdings den Musikwettstreit mit Giovanni Cambini, einem angesehenen Komponisten, den er als „Musikzwerg“ bezeichnet.
Sämtliche Details erfährt man aus Wolferls Briefen an seine Schwester Nannerl.
Beeindruckend sind dabei die hübschen historischen Kostüme. Die Kinder erleben sowohl das Genie als auch den Menschen Mozart mit all seinen Fehlern und „Macken“. Mozart bringt immer wieder Kostproben seines genialen Klavierspiels zu Gehör. Zwischen den schönen Melodien gibt es auch immer wieder viel zu lachen.
Mozarts Zuspielerin schlüpft mal in die Rolle des Nannerl oder übernimmt Vermittlerfunktion zum Publikum oder spielt den eingebildeten Musikzwerg Giovanni Cambini.
Schon in den Wochen vor der Aufführung hatten die Klassen die Arie des Papageno „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus der Oper „Zauberflöte“ gelernt, welches sie nun mit „Mozart“ , unterstützt von der Flöten-AG, immer wieder miteinander sangen.
Alle Zuschauer genossen die klassische Live-Musik und übernahmen begeistert die aktiven Parts, die sie in dem Stück hatten.
Die Zeit verging wie im Fluge. Viel zu schnell näherte sich das Stück dem Ende. Nach begeistertem Applaus und einer Zugabe verschwanden die beiden Darsteller dann endgültig hinter dem „Vorhang“.

Das Ungewöhnliche an dem außergewöhnlichen Theater war, wie sich Publikum und Darsteller zu ergänzen wussten. Es bedurfte nur weniger Töne, und die Kinder sangen mit - oder umgekehrt, die Kinder wussten so viele Details, Mozart brauchte sie nur aufzugreifen.

Mit diesem Musik-Theaterstück gelingt es ausgesprochen gut, Kinder mit der Schönheit und Botschaft der klassischen Musik vertraut zu machen. Es ist anspruchsvoll, lehrreich und humorvoll – ein Beispiel bewegten und bewegenden Musikunterrichts für alle Sinne.
Damit fügte sich die Musik-Theater-Aufführung ideal in das musikalische Konzept der Grundschule Mossautal ein.
Schulleiterin Monika Braun und Musikkoordinatorin Lindruth Laux dankten im Anschluss an die Vorstellung den beiden Akteuren.
Ganz besonders dankten sie der Volksbank Odenwald, deren für die Schule zuständige Mitarbeiter Herrn Tobias Bernhard in die Grundschule Mossautal gekommen war, ganz herzlich für die großzügige finanzielle Unterstützung, durch die die Aufführung erst ermöglicht wurde. Eigentlich war es unserer Schule in diesem Schuljahr gar nicht mehr möglich, eine Aufführung zu organisieren, weil wir unsere finanziellen Möglichkeiten schon in der Projektwoche Mathematik im November mit dem Besuch des Mathematikums in Gießen ausgeschöpft hatten und den Eltern eine zweite größere finanzielle Belastung nicht zumuten wollten. Deshalb wandten wir uns im März mit unserem Anliegen um finanzielle Unterstützung an Herrn Bernhard von der Volksbank Odenwald. Er setzte sich sehr für uns ein mit dem Ergebnis, dass die gesamten Kosten von der Volksbank Odenwald übernommen wurden. Wir freuten uns riesig und bedanken uns nochmal ganz herzlich.

Lindruth Laux

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