Einschulungsfeier 2013

Am Dienstag, 20.08.2013 war für 16 ABC-Schützen aus Mossautal ein ganz besonderer und aufregender Tag: Sie wurden in die Grundschule Mossautal aufgenommen.
Nach dem Gottesdienst in der Quellkirche in Güttersbach trafen die zukünftigen Erstklässler mit ihren Familien in der Schule ein und versammelten sich in der Aula.
Hier wurden sie schon von der gesamten Schulgemeinde und etlichen Gästen erwartet. Mit dem Lied „Willkommen hier bei uns im Haus“ begrüßten die Kinder der Klassen 2a und 3a die Schulanfänger und spendeten ihnen schon mal einen herzlichen Applaus.
Danach begrüßte Schulleiterin Monika Braun die Kinder, Eltern, Großeltern und, wie es im Odenwald heißt, „Pettern und „Gode“, Freunde und alle Gäste.
In ihrer Rede informierte sie darüber, dass wir schon zum 14. Mal Kinder einschulen, denn seit dem Jahr 2000 ist die Schule wieder ins Dorf zurückgekehrt. Heute muss zum ersten Mal die Einschulungsfeier ohne Herrn Keil stattfinden, der unfreiwillig und krankheitsbedingt im Ruhestand ist. Er gehört immer dazu und gehört auch weiterhin zu uns. Als gutes Zeichen für die Schule wertete Frau Braun die Vertretung der Gemeinde durch den ersten Beigeordneten Harald Eisenhauer und den Bürgermeisterkandidaten Dietmar Bareis. Sie erwähnte, dass wir von der Gemeinde die Zusage haben, dass es so weiter gehen soll wie bisher. Die Verzahnung von Schule und Gemeinde sei in Mossautal beispielhaft und so gut wie einzigartig im Kreis. Das füreinander DA SEIN sei ein gutes Gefühl.

Nun hatte sie noch ein Wort für die Eltern:
Sie sollten daran denken, wie lange sie die Kulturtechniken lesen und schreiben schon beherrschen. Die Kinder brauchen vor allem am Anfang:
viel Zeit…..
- Geduld, Geduld und nochmals Geduld…..
- Liebe, Liebe und nochmals Liebe…..

Am Ende ihrer kurzen Ansprache kam noch, wie Henri es für alle Kinder der Grundschule sagte, ein Gedicht, denn Frau Braun liebt Gedichte und sie gehören immer dazu.

Wenn ein Kind geboren ist
Wenn ein Kind geboren ist,
braucht es eine Wohnung,
Kleider, eine Spielzeugkist,
Bonbons als Belohnung,
Murmeln und ein eignes Bett,
einen Kindergarten,
Bücher und ein Schaukelbrett,
Tiere aller Arten,
Wälder, Wiesen, eine Stadt,
Sommer, Regen, Winter,
Flieger, Schiffe und ein Rad,
viele andre Kinder,
einen Mann, der Arbeit hat,
eine kluge Mutter,
Länder, wo es Frieden hat
und auch Brot und Butter.
Wenn ein Kind nichts davon hat,
kann ’s nicht menschlich werden.
Dass ein Kind das alles hat,
dafür sind wir auf der Erden.

Zum Abschluss las sie noch den Beginn eines Bilderbuches vor, in dem „Schnuddel“ in die Schule kommt. Das Ende der Geschichte werden die Kinder dann schon in ihrem neuen Klassenzimmer von Ihrer Klassenlehrerin Frau Appel erfahren.
Nun folgte ein Theaterstück, das Kinder aus der vierten Klasse mit ihrer Lehrerin Marlies Voigt einstudiert hatten, das den nun beginnenden, oft zitierten „Ernst des Lebens“ humorvoll als nicht ganz so dramatisch darstellte. Frau Voigt hatte das Stück selbst für ihre Theater-AG geschrieben und alle waren beeindruckt von den tollen Schauspielern und lachten über den lustigen Ausgang der Geschichte. Als sich nämlich der „Ernst des Lebens“ als netter Mitschüler mit dem Namen Ernst herausstellte.

Als Gast war auch wieder, wie in den vergangenen Jahren, die Kindergartenleiterin Frau Ute Ihrig gekommen und hatte aus beiden Kindergärten eine „Schulkiste“ mitgebracht, die kleine Erinnerungen aus der Zeit im Kindergarten enthalten. Sie überreichte sie der Klassenlehrerin Petra Appel begleitet von den besten Wünschen für die kommende Schulzeit für ihre ehemaligen Schützlinge.

Nun überbrachte der Erste Beigeordnete der Gemeinde Mossautal Harald Eisenhauer in Begleitung von Verwaltungsfachwirt und Bürgermeisterkandidat Dietmar Bareis die Grüße der Gemeinde. „Grüß mir meine Grundschule“ habe ihm Herr Keil telefonisch aufgetragen. Die Gemeinde sei sehr stolz auf ihre Schule und die Eltern hätten Glück, ihre Kinder hier einschulen zu dürfen, denn die Schule habe einen sehr guten Ruf. Sie können ihre Kinder auf eine Schule schicken, die einen musikalischen Schwerpunkt hat, als Kompetenzzentrum Mathematik für den Kreis Bergstraße und den Odenwaldkreis fungiert und nun auch noch ab diesem Schuljahr ein Ganztagesangebot vorweisen kann.
Er informierte die Eltern auch noch über den Verein „Bürgersinn“ und warb um Mitglieder, denn der Erlös kommt auch den Kindern der Grundschule zugute, wie man heute am Beispiel der Schul-T-Shirts, die immer vom Verein finanziert werden, erkennen kann.
Zum Abschluss der kleinen Feierstunde sangen die Kinder noch das Lied von „Fritz, dem kleinen Dackel“ mit Boomwhackerbegleitung, ehe Frau Braun die Lehrerinnen und Mütter nach vorne bat, um beim Anziehen der Schul-T-Shirts zu helfen, genauso wie es seit der ersten Einschulung Tradition ist.

Jetzt waren unsere „Kleinen“ in die Schulgemeinschaft aufgenommen worden. Gemeinsam mit den anderen Klassen und den Lehrerinnen sangen wir noch den Schulsong, und nach dem obligatorischen ersten Schulfoto auf der Treppe mit Klassenlehrerin und Schulleiterin, eroberten die Kinder gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Petra Appel ihren Klassensaal, wo schon ihre Schultüten auf sie warteten. Die waren am Abend zuvor schon von den Eltern in die Schule gebracht worden. Ganz herzlichen Dank an die Eltern der Klasse 4a, die die Aula festlich geschmückt hatten und, wie es auch schon Tradition ist, für die Bewirtung sorgten.

Lindruth Laux

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