Schulprojekt „Response“

Die Klasse 2a unserer Schule wurde als einzige Schule des Odenwaldkreises unter vielen Bewerbern ausgewählt, am Schulprojekt „Response“ teilzunehmen.
Response ist ein Projekt, in dem Kinder und Jugendliche aller Schulformen ab Klasse 2 bis Klasse 12 zeitgenössischer Musik begegnen und darauf mit eigenen Improvisationen und Kompositionen antworten. Es macht Schüler mit dem Handwerkzeug von Komponisten bekannt und unterstützt das Verständnis ungewohnter Musik durch die eigene Musikpraxis. Response schafft darüber hinaus eine Akzeptanz für Öffentlichkeit und Darbietung von künstlerischen Prozessen. Das Projekt findet hessenweit alle zwei Jahre statt.
Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main ist Träger des musikpädagogischen Schulprojekts. Schon seit 1990 finden hessenweit Response-Projekte statt, an denen bereits 180 Schulen und über 6000 Kinder und Jugendliche teilgenommen haben. Das Projekt läuft in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium.
Profimusiker (Komponist/in, Interpret/in) und Lehrer/in arbeiten fünf Monate im Team mit einer Schulgruppe zusammen.

An unserer Schule sind dies der Komponist Professor E. A. Klötzke, die Flötistin Betty Nieswandt und die Musikstudentin Yannika Schad, die nun schon mehrmals aus Frankfurt angereist sind und in der Grundschule Mossautal mit Frau Laux (Klassen- und Musiklehrerin) Christian Ruppert (FSJ-ler) und den Kindern der Klasse 2a gearbeitet haben.
Bei den Abschlusskonzerten in der Alten Oper in Frankfurt am 21./22. März 2014 werden die entstandenen Werke der Öffentlichkeit präsentiert. Bei diesen Konzerten, die vom Hessischen Rundfunk aufgezeichnet werden, präsentieren professionelle Musikerinnen und Musiker auch die Referenzwerke zu den entstandenen Produktionen.
Das Referenzwerk unseres Konzerts am Freitag, 21. März 2014 um 14 Uhr hat den Titel „Le sacre du printemps“ und wurde von I. Strawinsky komponiert. Es handelt sich um ein Musikstück, das sich mit dem Frühling beschäftigt.
Auch unsere Komposition handelt von einer Feier im Frühling und trägt den Titel „Das Frühlingsfest der Prinzessin“. Die Kinder haben die Geschichte selbst geschrieben.

Zu Beginn des Projekts ging es um die Fragen: Womit kann man Musik machen? Wie kann man ohne Worte mit Musik eine Geschichte erzählen?
Es wurden verschiedene Körperinstrumente wie klatschen, schnipsen, trampeln, summen, mit der Zunge schnalzen genannt und in verschiedenen Varianten wie laut/leise, hoch/tief, schnell/langsam ausprobiert.
Unser Musikstück wird fünf Teile haben:

1.) Intro
2.) Ankommen der Gäste
3.) Party
4.) Streit um den Kuchen
5.) Ende der Feier


Diese kleine Geschichte muss nun fleißig eingeübt werden, denn viele Dinge müssen beachtet werden:
Nach vorne schauen und auf die Zeichen der „Dirigentin“ (Frau Nieswandt) achten, einander zuhören, reagieren, auf den Gesamtklang hören, die Spannung halten, laut flüstern ohne Stimme usw.
Für die Schüler ist das manchmal sehr ungewohnt und anstrengend, weil sie sich sehr stark und über längere Zeiträume auf ein Zusammenspiel konzentrieren müssen. Dabei werden jedoch Eigenschaften für erfolgreiches Lernen wie Neugier, Mut zum Experiment und zur Kreativität, Motivation und Ausdauer für die Ausführung eigener musikalischer Ideen entwickelt. Das Team aus Frankfurt ist von unserer Schule und vor allem von den Kindern der Klasse 2a sehr angetan. Die Kinder arbeiten gerne mit ihnen zusammen und es sind schon ganz tolle Ergebnisse entstanden.
Am Freitag, 21.03.2014 werden wir zusammen mit etlichen Eltern nach Frankfurt fahren und in der Alten Oper unser Werk aufführen, aber auch hören, welche Ideen an anderen Schulen umgesetzt wurden. Darauf freuen wir uns und sind sehr gespannt.

Lindruth Laux

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Verschiedene Körperinstrumente werden eingesetzt
Die Gruppen musizieren abwechselnd
Teambesprechung