Konzertbesuch im Staatstheater Darmstadt

Auf unserem Aktionsplan im Rahmen unserer Arbeit mit Themenschwerpunkt Musik stand schon lange ein Theaterbesuch mit allen Schülerinnen und Schülern.
Wir entschieden uns für das Staatstheater Darmstadt und suchten uns das Schülerkonzert mit dem Titel „Sinfonien entdecken. Brahms´Zweite“ aus, das eine Altersempfehlung von 7 – 12 Jahre hat, also etwa das Alter unserer Schüler.

Finanziert wurde dieser besondere Ausflug durch die „Gage“ der Kinder, dem eingesammelten Geld an unserem wunderschönen Theatertag FRÜHLING, an dem die Kinder unserer Schule Geschichten, Gedichte und Lieder rund um den Frühling ganz toll dargeboten hatten und durch die Unterstützung der Volksbank Odenwald und der Sparkasse Odenwaldkreis. So konnten wir mit allen Kindern diesen Ausflug ins Staatstheater kostenfrei durchführen.
Am 1. Juni 2015 ging es los. Die Ranzen waren zu Hause geblieben. Nur Rucksäcke mit Proviant und Getränken wurden an diesem Tag benötigt und gut gelaunt stiegen alle in die zwei Busse ein, die uns pünktlich und zuverlässig zum Theater hin- und zurückfuhren.
Im Bus suchten sich alle zuerst einmal die besten Plätze aus. Danach wurde gefrühstückt, da wir die Rucksäcke während des Konzertbesuches im Bus lassen wollten. Nachdem alle ihren Hunger und Durst gestillt hatten, wurde kräftig gesungen.

Die Kinder sangen alle ihnen bekannte Lieder mit Begeisterung und Ausdauer und schon bald waren wir in Darmstadt und betraten das Staatstheater.
Wir bekamen von einer jungen Dame, die auch unsere Tickets ausgestellt hatte, eine Nische zugewiesen, wo wir uns bis zum Konzertbeginn aufhalten konnten.
Nach kurzer Zeit wurden die großen Türen des Konzertsaales geöffnet und wir durften hineingehen. Was für ein toller Anblick! Wir kamen von oben und sahen unten auf der Bühne die vielen funkelnden Instrumente, die von Scheinwerfern beleuchtet wurden. Wir suchten unsere Plätze auf, die sich ganz vorne in den ersten Reihen befanden.
Nachdem alle Leute im Saal waren, wurde es im Zuschauerraum dunkel und nur noch die Bühne war zu sehen.

Nun zogen die Musiker ein und setzten sich zu ihren Instrumenten. Zuletzt folgten der Dirigent und der Moderator Christian Schruff, der die Ohren der jungen Konzertbesucher öffnen und sich auf eine musikalische Entdeckungsreise mit ihnen begeben wollte.
Herr Schruff stellte zunächst den Dirigenten vor: Es war der Generalmusikdirektor Will Humburg, der an diesem Vormittag ein Orchester von ungefähr 70 Instrumentalisten dirigierte. Am Anfang hörte man aber noch keines der vielen Instrumente, sondern auf einem winzigen handbetriebenen Grammophon wurde eine Melodie gespielt.
Die Kinder sollten erraten, um welches Lied es sich handelte. Es war das von Brahms komponierte Kinderlied „Guten Abend, gute Nacht…“.
Nachdem der Titel bekannt war, spielten die Musiker das Lied auf ihren Instrumenten und zwar immer wieder andere Instrumentengruppen, die vom Dirigenten vorgestellt wurden. Herr Humburg, der Dirigent erklärte den Begriff „Sinfonie“, d.h. dass viele Menschen bzw. Musiker zusammen musizieren.
Diese große Musikgruppe heißt Orchester und damit das Zusammenspiel funktioniert, benötigt man einen Chef, den Dirigenten.
Mit seinem kleinen Taktstock zeigt er den Musikern, wann sie spielen müssen. Das demonstrierte er anhand einem Musikstück, das er sehr energisch und mit ganzem Körpereinsatz dirigierte, was die Kinder sehr erstaunte und teilweise erheiterte.

Herr Schruff fragte nach, wie die Musik für die Kinder klingt, heiter oder traurig, ernst oder lustig?
Das Orchester gab immer wieder Beispiele, wie sich Musik verändern lässt in traurige bzw. lustige Musik.
Der Moderator und der Dirigent erklärten etliche Einzelheiten zu Brahms´ Zweiter Sinfonie und das Orchester spielte zuerst einzelne kleine Teile und zum Schluss einen längeren Ausschnitt aus diesem Musikwerk.
Die Musik hörte sich wunderschön an, war für viele Kinder aber auch sehr ungewohnt. Das Orchester spielte unter dem Dirigenten Herrn Humburg sehr gekonnt und die Kinder bekamen einen Eindruck, wie so viele unterschiedliche Instrumente zusammen spielen können.
Nachdem das Orchester seinen wohlverdienten Applaus bekommen hatte, war das Konzert zu Ende und wir verließen das Staatstheater.
Der Bus wartete schon auf uns und brachte uns wohlbehalten wieder zur Schule zurück. Ganz herzlichen Dank nochmal an die Gäste und ihre Spenden am Theatertag sowie der Volksbank Odenwald und der Sparkasse Odenwaldkreis für die finanzielle Unterstützung dieses ungewöhnlichen und lehrreichen Projekts.
Frau Kelbert-Gerbig/Sparkasse Odenwaldkreis und Herr Bernhard/Volksbank Odenwald waren unsere Gäste beim Theatertag und sagten an diesem Abend spontan ihre Unterstützung zu! DANKE…..

Lindruth Laux

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