Schüler der Grundschule Mossautal engagieren sich für Senioren

An unserer Schule ist es in der Adventszeit zur schönen Tradition geworden, an den Weihnachtsfeiern für Senioren mitzuwirken.
Am 13. Dezember 2015, dem dritten Advent, war es bereits das 16. Mal, dass Grundschüler bei der Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde Mossautal mit einem kleinen Programm teilnahmen. In diesem Jahr wurde schon kurz nach den Sommerferien im Rahmen der Musical-AG damit begonnen, das Weihnachtsmusical „Joschi“ von Siegfried Fietz (Musik)/Gertrud Schmalenbach (Texte) einzuüben, um es bei der Schulweihnachtsfeier in der Quellkirche in Güttersbach am Montag, dem 14. Dezember 2015 aufführen zu können.
Frau Voigt war für die gesprochenen Handlungsteile zuständig, Frau Laux für den Gesang. Eine verkürzte Fassung des Musicals wurde am dritten Advent bei der Seniorenweihnachtsfeier und ein paar Tage später im Seniorenhaus Odenwald der Familie Hey in Güttersbach vorgeführt.
Die Schüler und Schülerinnen der Musical-AG trafen sich am dritten Advent vor dem Auftritt mit den AG-Leiterinnen Frau Voigt und Frau Laux in der Schule, um sich umzuziehen. Etliche Kinder wurden auch noch von Frau Christmann und Frau Kaluza ganz toll geschminkt. Herzlichen Dank dafür! Nachdem alle eingetroffen waren, marschierten wir in den Vorraum der Mossautalhalle und nach einer kleinen Pause, bei der das Lampenfieber immer größer wurde, eroberten die Kinder, begrüßt von Bürgermeister Bareis die Bühne und hatten schnell ihren Platz gefunden.

Frau Voigt begrüßte im Namen der Grundschule ganz herzlich alle Senioren und Seniorinnen aus Mossautal. Sie erklärte, dass die Kinder der Musical-AG heute einige Lieder aus unserem Weihnachtsmusical singen werden und gab ein paar Informationen zur Handlung.
Zuerst stimmten die Kinder mit dem schwungvollen Eröffnungslied „Joschi, du alter grauer Esel“ die Zuhörer auf das Weihnachtsmusical ein. Dann wurden sie von der Erzählerin und Darstellerin des Esels Joschi (Nica Christmann) darüber informiert, dass Joschi Angestellter bei einer Transportfirma sei. Dort wurde er eines Tages von einem Mann namens Josef für eine Reise gemietet, denn er und seine Frau mussten wegen einer Volkszählung in ihren Geburtsort Bethlehem reisen. Dazu passte das zweite Lied „Spezialauftrag für einen Esel“.
Die weitere Handlung erzählten Suana Kukavica und Zoe Helm:
Josef ging von Herberge zu Herberge und bat um eine Unterkunft. Leider wurde er überall abgewiesen, da wegen der Volkszählung alle Zimmer belegt waren. Josef und Maria waren sehr verzweifelt, denn bald sollte ihr Kind geboren werden und sie hatten noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf. Das dritte Lied brachte dies zum Ausdruck: „Wo sollen sie hin?“.
Lea Weis erzählte, dass Joschi sehr empört darüber war, dass das junge Paar in einen Stall geschickt wurde, in eine Unterkunft für Tiere. Hier sollte Maria auch noch ihr Kind zur Welt bringen. Auch die Tiere im Stall regten sich auf, was in dem 4. Lied „Was soll das!“ deutlich wurde.

Antonia Naas und Zoe Helm erklärten, dass die Tiere im Stall verärgert waren, weil sie den Stall mit Menschen und anderen Tieren teilen sollten. Als sie aber erfuhren, dass ein Kind im Stall geboren werden sollte, spürten alle, dass etwas Sonderbares geschehen würde. Das kam in dem Lied „Was ist das für eine Nacht“ zum Ausdruck, in dem Frida Knaußt mit Antonia Naas und Zoe Helm mit Kateline Apler textsicher und souverän ihre Solos vortrugen.
Auch im nächsten Lied „Seid nicht so ängstlich in dieser Nacht“, das die Verkündigung der Geburt Jesu durch die Engel beinhaltete, gab es wieder sehr gelungene Solos von Emma Kaluza, Maja Daum, Nica Christmann und Josephine Queste.
Emma Kaluza und Emma Bechtold führten weiter durch die Handlung:
Die Hirten und Tiere versammelten sich ehrfurchtsvoll um das Kind. Joschi wusste jetzt, dass er wirklich einen Spezialauftrag erledigt hatte. Eine schlaue Eule berichtete, dass die Geburt von Gottes Sohn schon lange zuvor angekündigt worden war, was in dem Lied „Prophezeiung“ zu hören war, unter Mitwirkung der tollen Solistinnen Lenja Dubbe, Suana Kukavica und Emma Bechtold. Anna-Marie Walther und Emma Bechtold informierten die Zuschauer über den Ausgang der Geschichte. Die Tiere wunderten sich, dass Gottes Sohn ausgerechnet in einem armseligen Stall zur Welt kam. Aber auch da konnte ihnen die schlaue Eule helfen. Jesus kam für alle Menschen zur Welt, besonders auch für die Armen und Unterdrückten, für die alten und jungen Menschen.
Jubelnd sangen die Kinder abschließend das Lied über die Weihnachtsfreude „Gloria, Ehre sei Gott in der Höhe“. Auch hier gab es zahlreiche, ganz ausgezeichnete Solistinnen: Lea Weis, Tia-Marie Ott, Lenja Dubbe, Josephine Queste, Antonia Naas und Hanna Bechtold.

Als Dank für diesen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Beitrag bekamen die jungen Schauspieler und Musikanten ihren wohlverdienten Applaus. Bürgermeister Dietmar Bareis dankte den Mitwirkenden sehr herzlich für die gelungene Aufführung und würdigte das Engagement der Grundschule, die jedes Jahr mit einem kleinen Beitrag das Programm bereichert und ein fester Bestandteil der gemeindlichen Veranstaltungen sei. Als Dankeschön überreichte der Weihnachtsmann den Kindern kleine Geschenke, Frau Voigt und Frau Laux bekamen wunderschöne Blumenpräsente. Ganz herzlichen Dank auch an die Eltern fürs Bringen und Abholen der Kinder.

Besuch im Seniorenhaus Odenwald
Acht Tage später führten die Kinder das etwas verkürzte Programm noch einmal im Seniorenhaus Odenwald in Güttersbach vor. Herr Hey organisierte wie jedes Jahr die Abholung der Kinder. Viele alte Menschen mit ihren Betreuerinnen waren in dem großen Raum versammelt und warteten gespannt auf unseren Auftritt. Sogar Schulleiterin Monika Braun hatte uns begleitet, da sie sich in ihrem letzten Dienstjahr auch von den Bewohnern und dem Pflegepersonal des Seniorenwohnheims verabschieden wollte.
Die Schüler und Schülerinnen sangen und spielten, um den alten Menschen eine Freude zu bereiten. Manch einer alten Dame oder einem alten Herren waren die Freude und Rührung anzusehen. Nachdem alles gut geklappt hatte, wurden die Kinder mit Applaus und einen kleinen Imbiss belohnt und bekamen auch noch eine kuschelige Plüscheule und Süßigkeiten geschenkt.
Frau Voigt, Frau Laux und Frau Braun erhielten ebenfalls Geschenke.
Die Familie Hey bedankte sich sehr herzlich bei uns und lud uns für nächstes Jahr wieder ein. Gerne werden wir diese Tradition aufrecht erhalten, so dass diese Begegnungen für Kinder und Senioren auch weiterhin zu schönen Erlebnissen werden.

Lindruth Laux

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