Abenteuer Stadt!

Schulausflug der Grundschule Mossautal nach Darmstadt ins AOK-Theater

Am Donnerstag, den 14.09.2017 hieß es für alle Kinder der Grundschule Mossautal, ab nach Darmstadt in das kostenfreie AOK-Theaterstück „Henriettas Reise ins Weltall“.
Wir fuhren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Darmstadt. Das größte Ziel der Lehrer und FSJ-ler war somit, mit allen Schülerinnen und Schülern, ohne dass ein Kind verloren geht, in Darmstadt anzukommen.
Wir starteten zur 1. Stunde mit dem Linienbus in Hüttenthal, mit dem wir zum Bahnhof Erbach und dann mit dem Zug weiter nach Darmstadt fuhren.
Das nasse Wetter hielt uns nicht davon ab, auf der Anreise viel Spaß zu haben und so lachten wir uns das Wetter schön.

Nachdem wir die Anreise ohne Probleme überstanden hatten und die Kinder mit Spannung und Neugier nach Entdeckung von Neuem durch Darmstadt führten, kamen wir im Theatergebäude an und freuten uns aufs Trockene. Die Schülerinnen und Schüler stellten einige Unterschiede zwischen der Großstadt und ihrem ländlichen Mossautal fest und bewunderten die großen und alten Gebäude Darmstadts. Es fielen Wörter wie „oh die Häuser sind ja schön und so hoch.“ Oder „Hier ist alles so groß und stressig im Gegensatz zu unserem Zuhause.“.
Als alle Klassen auf ihren Plätzen saßen, ging das circa 45-minütige Stück um 10:30 Uhr auch schon los.
„Henriettas Reise ins Weltall“ handelte von einem Mädchen, das keine Lust auf Ordnung, Disziplin und das familiäre Miteinander hat. Zimmer aufräumen, Schultasche packen oder die Hausaufgaben machen sind ihr zu viel. Sie würde viel lieber faul auf der Haut liegen und nur das machen, was ihr Spaß macht. Noch dazu ist sie genervt von ihren Eltern, die ihrer Tochter auffordern, sich an die Regeln zuhalten und ihre Aufgaben zu erledigen.
Als es wegen dieses Themas zum Streit zwischen Henrietta und ihrem Vater kommt, wünscht sie sich ein nicht so nerviges Leben zu haben und ganz weit weg zu sein. So reist sie gemeinsam mit ihrem Freund Quassel ins Weltall.

Dort treffen sie auf verschiedene Familien bzw. Lebensgemeinschaften.
Sie lernen erst Familie Zottel kennen, die in ihrer Höhle keine Ordnung halten und für die Regeln nicht all zu wichtig sind. So ist es bei ihnen üblich beim regelmäßigen gemeinsamen Mittagessen auch mal unter dem Tisch zu sitzen.
Ganz anders als bei Tip und Top, die sie anschließend besuchen. Diese fühlen sich in ihrer Perfektion und Ordnung wohl. Sie sind sehr fleißig und räumen rund um die Uhr alles ordnungsgemäß auf. Sie stellen sogar Regeln zur Regeländerung auf. Wohlfühlen können sich Besucher bei ihnen jedoch auch nicht.
Zuletzt treffen Henrietta und Quassel auf Alpha, Beta und Omega. Diese wechseln regelmäßig ihre Rollen, so dass jeder einmal Vater, Mutter und Kind ist. So lernen sie die Rolle der anderen zu schätzen und Verständnis für den anderen zu haben. Sie haben also ein friedlichen und freundliches Miteinander.

Als Henrietta wieder zuhause angekommen ist, wird ihr klar. Sie hat einiges gelernt. Etwa dass ohne Regeln in einer Familie gar nichts glatt läuft und diese sehr wichtig sind für den Alltag. So gehören Ordnung oder das gemeinsame Mittagessen selbstverständlich dazu. Außerdem stellt Henrietta fest, dass Streitigkeiten zur Familie dazu gehören, denn jeder hat seine eigene Meinung, Vorstellungen, Gefühle oder Bedürfnisse. Sie merkt also, dass man sich gegenseitig akzeptieren, Kompromisse finden und sich einander zuhören muss, und dies ganz wichtig ist für ein harmonisches Miteinander in der Familie.
Am Ende des Stückes, ging ein AOK-Mitarbeiter durch das Publikum und fragte die Kinder nach ihren Regeln in deren Familien. Sie nannten Aufgaben, wie „Spülmaschine ausräumen“, „Hauaufgaben machen“ oder „Zimmer aufräumen“, aber auch „gegenseitig zuhören“ war eine wichtige Regel. Die Kinder stellten fest, dass in allen Familien zuhause gewisse Regeln herrschen und diese unabdingbar sind.
Als das Theaterstück zu Ende war und wir uns alle wieder gesammelt hatten, traten wir die Heimreise an. Wir starteten mit der Straßenbahn, was sich für einige Kinder als die erste Fahrt mit solch einer Bahn herausstellte, am Luisenplatz in Richtung Hauptbahnhof, ab dem wir dann mit dem Zug nach Michelstadt fuhren. Dort warteten wir nun am Michelstädter Hauptbahnhof auf den bestellten Rufbus. So konnten wir nun nach Hause, bzw. in die Schule zurück fahren. Dort kamen wir um 14:30 Uhr an und spielten ein paar Spiele bis es um 15:00 Uhr zum Schulende klingelte. So hatten wir trotz des schlechten Wetters und einigen kalten Regenschauern einen spaßigen und aufregenden Ausflug nach Darmstadt, der ohne Komplikationen verlaufen konnte!

FSJ-lerin Laura Schnellbächer

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Bilder: (Linke/ Dietzold)